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Nakiye Hanım, siehe Hatice Nakiye Hanım

Neyir, Neyyire (Münire Eyüp Eruǧrul)
Geb. 1902 in ?, gest. Februar 1943 in İstanbul. Schauspielerin.
Zusammen mit Bedia Muvahhit gehört sie zu den ersten muslimischen Filmschauspielerinnen. Sie schloss die Lehrerinnenschule in İstanbul (Darülmuallimat) ab und besuchte für zwei Jahre das Amerikanische College in İstanbul. 1923 erhielt sie eine Rolle in dem Film „Ateşten Gömlek“ (1923) nach dem gleichnamigen Roman von Halide Edip Adıvar. Der Regisseur des Films war Muhsin Ertuǧrul, den Neyir später heiratete. Beide realisierten zwei weitere Filme. Neyir war auch Theaterschauspielerin und arbeitete für verschiedene Bühnen. 1941 gründete sie die Theaterzeitschrift „Perde ve Sahne Dergisi“, die sie bis zu ihrem Tod herausgab.
Quellen:
  • İstanbul Kadın Müzesi (o. J.). http://www.istanbulkadinmuzesi.org/neyyire-neyir (Zugriff am 9. November 2018).
  • Hüseyin Tufan Çelik Kültür Web Sitesi (o. J.). http://htcelik.com/neyyire_neyir_biografi.html (Zugriff am 23. Oktober 2014).

Nigar Hanım (Nigar Binti Osman)
Geb. 1862 in İstanbul, gest. (30. März?) 1918 in İstanbul. Dichterin, Schriftstellerin.
Nach İspirli (2007) sprach sie Arabisch, Persisch, Französisch, Deutsch und Pontisch, nach Çolak und Uçan (2008) sprach sie acht Sprachen. Ihr Vater war der Ungar Adolf Fartaş, der 1848 ins Osmanische Reich übersiedelte und als Macar Osman Paşa (der Ungar Osman Paşa) im Reich bedienstet war. Er war Musiker, Maler und Sprachwissenschaftler. Ihre Mutter hieß Emine Rıfat Hanım. Nigar, die ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Vater hatte und sich deshalb auch nach ihm benannte – Nigar Binti Osman (Nigar, Tochter von Osman) – wurde mit 13 Jahren verheiratet mit Mehmet İhsan Bey, der aus einer der reichsten Familien des Reichs stammte. Sie hat sich später von ihm scheiden lassen.
Nigar Hanım besuchte die Französische Schule Kadıköy in İstanbul. Später arbeitete sie für Frauenzeitschriften. In ihren Artikeln gab sie Tipps, wie man eine gute Ehefrau und Mutter sein kann. Dann folgten Artikel mit den Themen "altes Leben – Leben heute", "Osten – Westen". Sie sprach sich für die Frauenrechte aus. Da es zwischen Mann und Frau einen biologischen Unterschied gibt, kann man ihrer Auffassung nach nie von einer Gleichheit der Geschlechter sprechen. Mädchen völlig frei zu lassen wäre ebenso falsch wie, sie gänzlich einzusperren. Sie kritisiert, dass Mädchen nicht die Bildung erhalten wie die Jungen. Denn wer der Gesellschaft eine Form gibt, ist das Mädchen von heute und die Frau von morgen. Sie engagierte sich in verschiedenen Hilfsorganisationen und spendete beispielsweise die Einnahmen ihres Buches "Elhan-i Vatan" für ein Kinderhilfswerk.
Nigar Hanım ist die erste Frau, die Frauensalons einführte. Ihr Konak und ihr Sommerhaus war Treffpunkt von einheimischen und ausländischen Intellektuellen und Künstlern. Nigarwar  eine romantische Poetin. In ihren Gedichten geht es meist um die nicht erwiederte Liebe. Sie ist die erste Frau, die den Mut hatte, ihren echten Namen unter ihren Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln zu setzen. Dem folgten andere Schriftstellerinnen. Ihr Grab befindet sich im Kayalar-Friedhof in Rumelihisarı.
Ihre Werke: Efsus, Niran, Aks-i Sada, Safaht-i Kalp, Elhân-ı Vatan, Griye, Tasvir-i Ask, Hayatımın Hikayesi. Übersetzungen: İki Hemşire, Davet, Madam ile Doktor.



Quellen:
  • Arat, Nejla (1986). Kadın Sorunu (Das Frauenproblem). Say Yayınları.
  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.

Nuriye Hanım
Geb. 1887 in ?, gest. 1967 in Paris. Malerin.
Nachfahre des französischen Diplomaten Pierre Antoine de Castagnery (lebte 1689 bis 1699 in der Türkei); Enkelin des zum Islam konvertierten Reşat Bey und Tochter des Diplomaten Nuri Bey. Nuriye Hanım ging nach Paris und wurde dort bekannt als "Countess Nuriye"; war befreundet mit dem Bildhauer Rodin und dem Maler Rousseau. Sie hat in den Pariser Literatur-Salons die türkische Literatur bekannt gemacht. Ihre Familie sind die Figuren in dem Roman von Pierre Loti ("The Unhappy Woman", erschienen in Paris 1905).
Quellen:
  • Toros, Taha (o. J.). In Erinnerung an Pierre Loti. http://ekitap.kulturturizm.gov.tr/belge/1-35162/taha-toros.html (Zugriff am 05. Dezember 2012).
  • Toros, Taha. Two turkish women in Paris in 1922. http://www.turkishairlines.com/en-INT/skylife/archive/en/2002_8/konu13.htm#1 (Zugriff am 22. Dezember 2012).

Osman, Bedra
Geb. ? in ?, gest. ? in ?. Frauenrechtlerin.
Sie engagierte sich in dem Verein "Osmanlı Müdafaa-i Hukuk-ı Nisvan Cemiyeti" (Verein für Frauenrechte). Zusammen mit sieben weiteren muslimischen Frauen bewarb sie sich als Beamtin bei der İstanbul Telefongesellschaft. Zunächst wurden die Gesuche abgelehnt mit der Begründung, dass die Frauen diese Tätigkeit nicht ausüben könnten. Die Frauen bewarben sich erneut, diesmal wurden die Bewerbungen zwar akzeptiert, aber als Einstellungsvoraussetzung Französisch- oder Griechischkenntnisse vorausgesetzt. Die Frauen wandten sich an die feministische Frauenzeitschrift "Kadınlar Dünyası" (Die Welt der Frau), die ein Organ des Vereins für Frauenrechte war. Die Zeitschrift berichtete über das Ereignis, verlangte von der Telefongesellschaft, dass sie sich bei den Frauen entschuldigt und eine Erklärung darüber abgibt, warum bei einer türkischen Einrichtung Fremdsprachenkenntnisse nötig seien. Die Telefongesellschaft entschuldigte sich, und schließlich wurden die Frauen eingestellt. Bedra Osman wurde später Insepkteurin in dem Betrieb. Bedra Osman bewarb sich für eine Stelle, nicht weil sie darauf angewiesen war, Geld zu verdienen, sondern weil sie der Überzeugung war, dass auch Frauen in der Arbeitswelt vertreten sein müssen und weil sie anderen Frauen Mut machen wollte.
Quelle:
  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.

Pişmiş, Paris
Geb. 30. Januar 1911 in İstanbul, gest. 01. August 1999 in Mexiko-Stadt. Astronomin.
Paris Pişmiş war armenischer Herkunft. Sie war eine der ersten Studentinnen, die die Wissenschaftliche Fakultät der Universität İstanbul besuchten. Sie arbeitete am Observatorium der Universität İstanbul und erlangte ihren Doktortitel in Mathematik. Von 1939 bis 1942 war sie Astronomieasstistentin am Harvard College Observatory (HCO). Pişmiş heiratete Félix Recillas, einen mexikanischen Astronomen. Beide gingen nach Mexiko, wo Pişmiş bis 1946 am Observatorio Astrofísico de Tonantzintla in Puebla, dann über 50 Jahre bis zu ihrer Emeritierung am Observatorio Astronómico Nacional at Tacubaya (Universidad Nacional Autónoma de México, UNAM) in Mexiko-Stadt arbeitete.
Pişmiş hat im Laufe ihrer wissenschaftlichen Arbeit über 120 Artikel geschrieben. Sie fand die unter anderem nach ihr benannten 24 Sternhaufen Pismis 1 bis Pismis 24 (auch abgekürzt mit Pis 1 bis Pis 24).
Quellen:
  • Hoffleit, Dorrit (2005). Two Turkish Lady Astronomers. JAAVSO, Vol. 33; S. 127–129.
  • Paris Pismis (o. J.). ASTROBIOGRAFIAS. http://www.tayabeixo.org/biografias/pismis.htm (Zugriff am 10. Dezember 2015).
  • Torres-Piembert, Silvia (1999). Paris Marie Pişmiş (1911–1999). American Astronomical Society (AAS). http://aas.org/obituaries/paris-marie-pişmiş-1911-1999 (Zugriff am 10. Dezember 2015).
  Photo courtesy of Silvia Torres-Peimbert   

Ramiz (Öker), Saime Rezan
Geb. ? in ?, gest. ? in ?. Bildhauerin.
Eine der ersten Bildhauerinnen des Osmanischen Reichs. Sie studierte ab 1919 an der Kunstakademie in İstanbul (İnas Sanayi-i Nefise).
Quellen:
  • Stiftung Frauenbibliothek und -informationszentrum (Hrsg.) (1999). Ajanda 1999. Kadın Heykeltraşlarımız (Kalender 2002. Unsere Bildhauerinnen). S. 29.
  • Karadağ, Esen (2008). Cumhuriyet Dönemi Kadın Sanatçıların Resim Eğitimindeki Rolü (Die Rolle der Künstlerinnen der republikanischen Zeit auf die Kunsterziehung). Diplomarbeit. Ondokuzmayıs Üniversitesi, Samsun.

Rasim, Mihri; siehe Müşfik, Mihri

Reşat, Mukbile
Geb. ? in ?, gest. 1925 in ?. Malerin, Bildhauerin.
Eine der ersten Bildhauerinnen des Osmanischen Reichs.
Quelle:
  • Stiftung Frauenbibliothek und -informationszentrum (Hrsg.) (1999). Ajanda 1999. Kadın Heykeltraşlarımız (Kalender 1999. Unsere Bildhauerinnen). S. 28.

Ruacan, Melahat
Geb. 1906 in İstanbul, gest. 1974 in ?. Juristin.
Sie studierte zunächst Philosophie in Istanbul. Da die Familie nach Ankara zog. musste sie dieses Studium abbrechen. Sie schrieb sich dann in Ankara an der Juristischen Fakultät als erste Frau ein. Ihr Studium schloss sie 1929 als Beste ab. 1932 wurde sie die erste Richterin am Landgericht Ankara.
Quelle:
  • Stiftung Frauenbibliothek und -informationszentrum (Hrsg.) (2004). Ajanda 2004. İlkler (Kalender 2004. Die Ersten).

Sami Moralı, Seniha
Geb. 1886 in ?, gest. 1982 in ?. Museumsleiterin, Autorin.
Ihr Großvater war der Minister für Erziehung Abdüllatif Suphi Paşa; ihre Mutter war die Tochter des Außenministers Mehmet Reşit Paşa. Seniha Sami war eine Schwägerin des Schriftstellers Nazım Hikmet. Sie heiratete Mehmet Rauf Bey, der früh verstarb. Aufgrund dieser Heirat sind ein Teil ihrer Werke mit dem Namen Seniha Rauf veröffentlicht.
Seniha Sami beschäftigte sich mit Geschichte und Literatur. Eines ihrer bedeutenden Bücher ist die „Geschichte der Iranischen Literatur“. Außerdem übersetzte sie Werke aus dem Englischen und Französischen ins Türkische, z. B. Werke von Shakespeare wie Hamlet und Julius Caesar. Sie gab Prinzesinnen im Serail Englischunterricht. Aufgrund ihrer Sprach- und Geschichtskenntnisse wurde sie Museumsleiterin im Asar-ı Atika Museum in İstanbul und war somit die erste weibliche Person in der Leitung eines Museums. Sie blieb bis zu Ihrer Pensionierung 1950 Museumsleiterin. Seniha Sami war auch in Frauenfragen engagiert; auf den Internationalen Frauenkongressen 1931 in Belgrad und 1933 in Marseille vertrat sie die Türkei.
Quelle:
  • Stiftung Frauenbibliothek und -informationszentrum (Hrsg.) (2004). Ajanda 2004. İlkler (Kalender 2004. Die Ersten).
  • Toros, Taha (2005). Nazım cezaevinden çıkıyor (Nazım kommt aus dem Gefängnis). In: Cumhuriyet, 15. Oktober 2005. http://yeniedebiyat.blogcu.com/nazim-cezaevinden-cikiyor-taha-toros/115004 (Zugriff am 1. Februar 2013).

Saniye Hanım
Geb. 1836 in Trabzon, gest. 1905 in Trabzon. Dichterin.
Tochter von Emin Efendi; heiratete Sırrı Efendi und lebte einige Zeit in Rize. Obwohl sie für eine Gedichtesammlung eine hinreichende Anzahl von Gedichten schrieb, wurde keine Sammlung zusammengetragen. Ein Teil ihrer Gedichte sind bei einem Brand verlorengegangen.
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri (Osmanische Dichterinnen). http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012).
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 08. Juli 2012).

Saz, Leyla; siehe Leyla Hanım

Sertel Zekeriya, Sabiha
Geb. 1895 in Selanik, gest. September 1968 in Baku (Sowjetunion). Frauenrechtlerin, Journalistin.
Stammt aus einer Dönme-Gemeinde – ein Zweig der Juden, die im 15. Jh. aus Spanien vertrieben wurden und ins Osmanische Reich kamen; dieser Zweig konvertierte im 17. Jh. zum Islam und türkisierte sich.
Weil es in in der Zeit in Selanik für Mädchen noch keine Möglichkeit der höheren Bildung gab, gründete Sabiha Sertel zusammen mit Freudinnen den "Tahsil Cemaati“ (Bildungsverein). Der Verein engagierte Professoren, von denen die Mädchen in Fächern wie Philosophie und Soziologie unterrichtet wurden. Sertel wurde Journalistin, schrieb Artikel in der Zeitschrift „Yeni Felsefe“ (Neue Philosophie), dessen Herausgeber Mehmet Zekeriya sie heiratete. Das Paar ging nach İstanbul, wo sie die Zeitschrift "Yeni Mecmua“ (Neue Zeitschrift) gründeten; die Herausgeberin wurde Sertel. Die sozialistisch orientierte Journalistin gründete zusammen mit ihrem Mann noch weitere Zeitschriften und Zeitungen und schrieb feministische Artikel sowie besonders während des Zweiten Weltkriegs Beiträge gegen den Faschismus und Militarismus. 1950 musste sie aus politischen Gründen das Land verlassen. Ihre Tochter Yıldız Sertel schrieb ein Buch über ihr Leben: Sertel, Yıldız (2001). "Annem: Sabiha Sertel Kimdi, Neler Yazdı?“ (Meine Mutter: Wer war Sabiha Sertel, was schrieb sie?). Belge Yayınları.
Quellen:
  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.
  • Glassen, Erika (2002). Die Töchter der letzten Osmanen. Zur Sozialisation und Identitätsfindung türkischer Frauen nach Autobiographien. In: Sabine Prätor u. a. (Hrsg.). Frauen, Bilder und Gelehrte: Studien zu Gesellschaft und Künsten im Osmanischen Reich; Festschrift Hans Georg Majer. Simurg Verlag. S. 347–386.
  • Stiftung Frauenbibliothek und -informationszentrum (Hrsg.) (2004). Ajanda 2004. İlkler. (Kalender 2004. Die Ersten).

Sırrı (Rahile) Hanım
Geb. 1814 in Diyarbakır, gest. 1877 in İstanbul. Dichterin.
Entstammt dem Herrscherhaus Ahmed Bey, einer bildungsbürgerlichen Familie. Lebte eine Zeit in Bagdad, ging dann nach İstanbul. Pflegte enge Freundschaft mit Kamil Paşa und seiner Frau, Prinzessin Zeynep Hanım. Sie heiratete später Kamil Paşa; bekam eine Tochter, die verstarb. Sie gehörte dem Kadiri-Orden an. Buch über sie: Korkusuz, M. Şefik (2005). Diyarbekirli Şair Sırrı Hanım'ın Divanı. Kent Yayınları.
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri. (Osmanische Dichterinnen.) http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012).
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 08. Juli 2012).
  • Bilinmeyen Diyarbekir (o. J.). http://www.bilinmeyendiyarbekir.com/sairyazar_kadinlar.html (Zugriff am 08. Dezember 2012).

Sıtkı Hatun
Geb. ? in ?, gest. 1703 in İstanbul. Dichterin.
Auch Sıdkı Hatun, Ümmetullah Hatun. Ihre Schwester Faize Hanım war ebenfalls eine, allerdings weniger bekannte Poetin. Sıtkı Hatun war Mitglied des Bayramiye-Ordens. Ihre Werke sind eine Gedichtesammlung und die nicht veröffentlichten Zeitschriften "Genc-i Envar" und "Mecmuaü’l Hayal" (Zeitschriften für mystische Dichtung).
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri (Osmanische Dichterinnen).http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012).
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 08. Juli 2012).

Sıvacıyan, Kınar
Geb. 1876 in ?, gest. 13. August 1950 in İstanbul. Schauspielerin.
Neben Aghavni Zabel Binemeciyan (Çilingiryan) eine der ersten armenischen Schauspielerinnen, die ein Theater (Yeni Osmanlı Tiyatrosu = Neues Osmanisches Theater) gründeten. Ihr Mann war der Schauspieler und Komiker Arşak Sıvacıyan. Ihr Grab befindet sich im Armenischen Friedhof Kurbağalıdere in İstanbul.
Quelle:
  • İstanbul Kadın Müzesi (o. J.) http://www.istanbulkadinmuzesi.org/web/207-1025-1-1/de/biografien_-_biyografiler/biyografiler/kinar_sivaciyan (Zugriff am 23. Oktober 2014).

Şeref Hanım
Geb. 1809 in İstanbul, gest. 1861 (1876?) in ?. Dichterin.
Entstammt einer bildungsbürgerlichen Familie, in der es viele Dichter gab. Tochter des Dichters Mehmed Nebil, Enkelin des Dichters Halil Nuri Bey, Tante der Dichterin Hatice Nakiye Hanım. War Mitglied im Kadiri- und Mevlevi-Orden. Die Gedichte, die sie für Mahmud II. und seiner Mutter schrieb, lassen ein sehr leidvolles Leben vermuten. Es gibt eine Gedichtesammlung, die 1867 und 1875 veröffentlicht wurde. Ihr Grab befindet sich im Çınardibi-Friedhof des Yenikapı Mevlevi-Ordens.
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri (Osmanische Dichterinnen). http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012)
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 08. Juli 2012)

Şevket, Belkıs
Geb. ? in ?, gest. ?. Frauenrechtlerin.
Sie ist die erste türkische Frau, die in einem Flieger über İstanbul flog. Belkıs Şevket arbeitete als Lehrerin, engagierte sich in dem Verein "Osmanlı Müdafaa-i Hukuk-ı Nisvan Cemiyeti" (Verein für Frauenrechte) und schrieb Artikel in der feministischen Zeitschrift "Kadınlar Dünyası" (Die Welt der Frauen). Als symbolische Handlung für den Aufstieg der türksichen Frau stellte sie im Namen des Vereins beim Militär den Antrag, zusammen mit dem Piloten Fethi Bey in einem Flieger mitzufliegen. Der Auftrag wurde zunächst abgelehnt, doch mit der Fürsprache des Cemal Paşa und nach langen Diskussionen wurde es ihr gestattet. Der Flug fand feierlich in Anwesenheit der Presse am 1. Dezember 1913 statt.
Quelle:
  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.
  • Türk Hava Kuvvetleri (2012). İlk Kez Uçan Türk Kadını (Die erste türkische Frau, die flog). http://www.hvkk.tsk.tr/tr/IcerikDetay.aspx?ID=29&IcerikID=81 (Zugriff am 17. Juli 2015).
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